2025 Clubabend 14.03.

Der Märzvereinsabend war gleichzeitig unsere Jahreshauptversammlung für 2025. Da die letzte Hauptversammlung im Dezember 2024 stattgefunden hatte, die neue Satzung aber auf einer JHV im ersten Quartal des Geschäftsjahres besteht, gab es nicht viel zu berichten. Bereits um 20:21 Uhr war dieser offizielle Teil beendet.
Uwe als Aussteller, Peter und Pascal als Besucher waren zu der Ausstellung in Jabekke nach Belgien gereist. Sie waren sich einig, diese Show ist ein Muss für Modellfahrzeug Fans. Die Ausstellung war gut besucht. Auf den Tischen war hervorragende Qualität zu besichtigen. Vor allem die Maßstäbe 1:87 und 1:43 waren gut vertreten. Auch hier hat der 3d Druck Einzug gehalten. Bei vielen Kleinhändlern wurden 3d Drucke angeboten.
Uwe, Reiner und Stefan wollen auf der Immendinger Modellauto Ausstellung am 12. Und 13. April teilnehmen. Sie werden deshalb im April Vereinsabend fehlen, uns aber von der Ausstellung im Mai berichten. Außerdem findet am 17. Und 18. Mai die Modellbauausstellung in Wiesbaden Mainz-Kastell statt, auf der einige Mitglieder ausstellen wollen.
Stefan hatte heute sein fertiges Modell des Ford Sierra Cosworth 4x4 Gruppe A in der Version 1991 Rallye Monte Carlo dabei. Er hat das Fahrzeug auf eine kleine Dioramenplatte gestellt, mit einer Figur daneben, die den Fahrer Francois Delecour darstellen soll.
Zum Original und zum Modell wurde ja bereits im Januar einiges gesagt, als Stefan uns das Modell in der Bauphase vorgestellt hatte. Daher hier nur kurz zum Original und dann zum Modell.Der Ford Sierra Cosworth 4x4 wurde vom Ford Rallye Team in den beiden Jahren 1991 & 1992 offiziell in der Rallye WM eingesetzt, dies eher mäßig erfolgreich. Durch die Einsätze konnte das Team aber wertvolle Erfahrungen gewinnen für Konstruktion und Einsatz des Nachfolgers, des Escort Cosworth, der dann einige Jahre lang sehr erfolgreich war. Der Bausatz von DModelkits ist im Prinzip sehr gut – sehr detailliert, sehr viele Teile, umfangreicher Decalbogen, Fotoätzteile, große Passgenauigkeit, hohe Originaltreue. Der Kit enthält alle Teile, auch die kleinsten Details, die man zum Bau eines originalgetreuen Ford Sierra 4x4 benötigt. Der Unterboden ist komplett nachgebildet, ebenso der Innenraum. Es gibt sogar ein Warndreieck und einen Verbandskasten, dazu Wassertank, Feuerlöscher, detailliertes Armaturenbrett mit Not-Ausschaltern etc. Gleiches gilt für die Karosserie und die äußeren Anbauteile. Ein Highlight ist der große Decalbogen, der ebenfalls alles enthält, was man braucht. Und dazu lassen sich die Decals, wie bereits beschrieben, sehr gut verarbeiten. Sie passen sich auch an Unebenheiten der Modelloberfläche (fast) ohne Weichmacher an – verwendet von Stefan zum Anpassen nur Micro Set von Micro Scale, nicht aber das wesentlich aggressivere Micro Sol. Der einzige kleine Nachteil ist, daß die Decals fast sofort nach dem Anbringen fest ankleben, so daß nicht viel Zeit bleibt, die Position zu korrigieren. Dann hilft nur viel Wasser zum Wiederanlösen und Geduld. Andererseits sind die Decals so stabil und reißfest, daß diese Prozedur gut gelingt, ohne das Decal zu beschädigen. Zwei wesentliche Teile waren leider verzogen – die Front- und die Heckscheibe. Sie ließen sich absolut nicht an die Karosserie anpassen. Stefan bestellte per E-Mail Ersatz beim Hersteller in Portugal, erhielt aber auch auf mehrfache Nachfrage keine Antwort. Der Händler Domino, bei dem Stefan den Bausatz gekauft hatte, besorgte schließlich Ersatz.
Das Modell ist wie vorgestellt und hier abgebildet (fast) komplett ooB gebaut. Lediglich die Haubenschnellverschlüsse wurden gegen bessere aus dem Zubehör getauscht.

Reiner zeigte uns einen Mitsubishi Pajero in 1:43, der an der Rally Paris Dakar 1983 teilnahm. In den 1970er Jahren begann Mitsubishi mit dem Autoexport nach Europa. Erste Standorte befanden sich in den Benelux-Staaten. Nach und nach wurde ganz Europa zu einem Markt für die japanischen Autobauer.
1983 nahm Mitsubishi erstmals an der Rally Paris-Dakar teil, nicht als offizielles Werksteam sondern unterstützt vom belgischen Importeur. Deshalb hat das hier vorgestellte Modell auch eine belgische Zulassung.
Zu dieser Zeit galten die japanischen Geländewagen von Mitsubishi, Nissan (damals noch Datsun) und Toyota aols „Mittelklasse“ zu den Günstigeren gehörten der Lada Niva und der Suzuki LJ80. Als Oberklasse galten Land Rover, Range Rover und Mercedes G. Luxusgeländewagen, wie man sie heute kennt waren damals noch weitgehend unbekannt.
1985 gewann ein Mitsubishi erstmals die Rally Paris-Dakar. Bis 2009 fuhr Mitsubishi 12 Siege bei dieser Langstreckenrally ein. 2001 gewann Jutta Kleinschmidt mit einem Pajero bei dieser Rally.
Das Modell ist ein Resin-Kleinserienbausatzt in 1:43 von Jemmpy. Der Zusammenbau ging einfach von der Hand. Die Räder musste Reiner allerdings austauschen: Die mitgelieferten Räder haben die Reifengröße für den PKW, nicht für den Geländewagen. Für dier Schutzgitter der Scheinwerfer musste ein Teesieb herhalten. Die Gurte, die das Ladegut auf der Pritsche fixieren habe ich aus beschriftbarem Tesafilm (matte Oberfläche) geschnitten. Und so war der Beginn einer großen Motorsportgeschichte im Modell umgesetzt.
Uwe hält immer Ausschau nach günstigen Motorradmodellen, entweder um sie natürlich zu bauen oder als Ersatzteilspender für diverse Projekte. Es gibt aber auch noch Lücken in seiner Sammlung. Jetzt hat er ein solches Modell von Imai für moderate 35€ kaufen können. Es handelt sich um eine Krauser MKM 1000 in 1:12. Das Original war eine von dem Pirmasenser Motorrad- und Zubehörhändler modifizierte BMW R100. Das BMW Motorrad erhielt einen Gitterrohrrahmen und teilweise veränderte Ventilsteuerung. Zwischen 1980 und 1988 wurden nur 237 MKM 1000 verkauft. Das Imai Modell stammt aus dem Jahr 1983 und wurde 1985 auch kurz von Revell vertrieben. Imai ging 2002 in Konkurs und wurde von Aoshima übernommen. Ob die Form der Krauser noch existiert ist nicht bekannt. So ist Uwe froh, dass er noch ein Exemplar gefunden hat.

Peter hatte wieder seine neuesten Erwerbungen aus dem Internet dabei. Besonders aufwändig ist ein Thron, der von 3 Figuren gestützt wird. Wir fanden den Preis von 32 Pfund angesichts der vielen gut gedruckten Teile fair. Allerdings diskutierten wir, wie die Figuren am besten verklebt werden sollen. UHU Booster oder Zweikomponenten Kleber wurden genannt. Außerdem zeigte er uns Fahrzeuge in 1:56 und eine Deko Blumenstock aus Plastik, den er bei Ikea gekauft hat. Die Blätter eignen sich gut für Dioramen.
Robert hat an seiner Bf109 G-6 von Azmodels in 1:72 weitergebaut und lackiert. Vor allem hat er den Grundanstrich mit der Airbrush aufgebracht. Die Flecken mit Stiften von AK gemalt. Das Vorbild des Modells soll beim JG 100 in der hellen Nachtjagd („wilde Sau“) geflogen sein.
Auch Christof hatte diesmal einen Flugzeugbaukasten dabei. Seine Focke Wulf FW 190 D-11 in 1:48 von Revell stammt eigentlich von Trimaster, wurde später von Dragon übernommen und wurde 2000 auch von Revell und später von Monogram /Promodeller heraus gebracht. Er konnte den Kasten billig erstehen, musste aber feststellen, dass Teile der Cockpit Verglasung fehlten. Wie üblich hatte er auch Hintergrundliteratur zur FW 190 D dabei. Er will ein Flugzeug der Platzschutzstaffel des JV 44 bauen. Diese Propellerjäger sollten die landenden Me262 Düsenjäger vor den alliierten Jägern schützen. Da die deutsche Flugabwehr auf alles, was flog schoss, erhielten diese Flugzeuge rot/weiße Unterseiten. Christof will sich der Herausforderung einer solchen Lackierung stellen

Ernst hatte bereits im Februar Teile seiner Lieferung vom Panzershop.nl in 1:144 dabei. Diesmal zeigte er den Dodge Sanitätswagen und den Bell UH-1 D Hubschrauber. Der Dodge M43 ist ein gut detailliertes Modell, leider in einem Stück gedruckt. Das macht natürlich eine Detaillierung des Innenraumes sehr schwierig. Ansonsten wird das Fahrzeug einfarbig Olive Drab lackiert. Die Rotkreuz- Zeichen muss die Ersatzteilkiste spendieren.
Der Hubschrauber Bell UH-1 ist mit 16000 gebauten Exemplaren einer der wichtigsten Drehflügler weltweit. Bekannt wurde er vor allem durch den Vietnamkrieg. Auch die Bundeswehr schaffte UH-1 in der Version D an und nutzte sie zwischen 1968 und 2021.So ist es erstaunlich, dass Revell diesen Typ im Maßstab 1:144 nicht herausgebracht hat. Erfreulich ist es daher, dass der Panzershop jetzt diesen Hubschrauber ambietet. Beim 3d Druck Modell des Bell UH-1 D war Ernst sich nicht sicher, ob die Abmessungen stimmen. Jetzt hat er ihn mit dem Tomitec UH-1 J verglichen. Der Rumpf ist 1:144, allerdings erscheint der Rotordurchmesser etwas zu klein. Der Helicopter ist leider auch in einem Stück gedruckt. Da wird es schwierig, die Kabinenausstattung zu bemalen oder Piloten ( Germania Figuren bieten Hubschrauber Piloten an) einzusetzen. Auch ist das Modell nicht so detailliert, wie die Fahrzeugmodelle. Antennen, Kabelschneider und Hecksporn müssen noch in Eigeninitiative hergestellt und angebracht werden. Hauptproblem ist aber die Verglasung. Mit Kristal Klear wird man die runden Glasflächen nur ungenügend darstellen können. Das Beste wäre ein Ziehstempel um die Scheiben selbst aus Klarsichtmaterial t zu ziehen. Ein gutes Modell aus dem 3d Druck ist also doch nicht so einfach zu realisieren. Ernst hatte aber zum Vergleich den UH-1 J in 1:144 von Tomitec dabei. Leider sind diese Modelle in Europa nur schwer zu bekommen. Das Steck Modell ist zwar wirklich hervorragend detailliert und vorlackiert für ein japanisches Flugzeug. Alle Gußäste sind einzeln in Plastik eingeschweißt. Aber Tomitec hat wieder einmal nur den japanischen Markt im Blick: Die UH-1 J der Japaner haben eine längere Nase wie die UH-1 D der Bundeswehr und H der Us Army, die UH-1 N Nase. Für die Bundeswehr oder US Version sollte die Nase stumpfer geschliffen werden. Auch hier gibt es also einiges zu tun, bis HaHen Bundeswehr Decals auf das Modell aufgebracht werden können.

Hans hatte uns bereits im Februar schwere Zugmaschinen mitgebracht. Auch diesmal hatte er ein solches Fahrzeug dabei, einen Scammel Constructor in 1:87. Scammel war ein britischer Hersteller von Lastwagen und Schwerlastfahrzeugen. Zwischen 1921 und 1988 stellte Scammel zivile und militärische Fahrzeuge her. Ab 1955 gehörte Scammel zu Leyland. Als Leyland 1988 von DAF erworben wurde, schloss DAF die Scammel Werke. Der Constructor war eine schwere Zugmaschine, die von 1952 bis 1967 gebaut wurde. Leider konnte Hans im Netz nicht viel über das große Vorbild herausfinden. Das Resin Modell stammt von Möller und besteht aus 3 Teilen. Räder und Scheinwerfer stammen aus der Krabbelkiste. .